Die wichtigste Karriereentscheidung einer Frau ist die Wahl ihres Lebenspartners – mit dieser These eröffnet das STRIVE Magazine in seiner Ausgabe 03/2026 den Schwerpunkt Partnerschaft. Das Dossier von Kira Brück geht einer Frage nach, die viele beruflich erfolgreiche Frauen beschäftigt: Wie findet man einen Mann, der den eigenen Erfolg nicht als Bedrohung empfindet, sondern ihn mitträgt? Als Expertin kommt dabei Christa Appelt zu Wort.
„Genau diese Frauen kommen zu mir“
Christa Appelt kennt diese Frage aus ihrer täglichen Arbeit: „Das ist mein tägliches Thema. Professorinnen, Investmentbankerinnen, Unternehmerinnen: Genau diese Frauen kommen zu mir. Ich verstehe das auch. Wenn man im Beruf eine gewisse Flughöhe erreicht hat, dann will man einen Mann, der mit diesem Erfolg klarkommt.“ Ein solcher Partner sei „in freier Wildbahn“ allerdings schwer zu finden.
Am Anfang stehen deshalb persönliche Vorgespräche: Klientinnen und Klienten schreiben ihre Werte und Vorstellungen auf, bevor die Suche beginnt. „Da geht es immer auch um Selbst- und Fremdwahrnehmung. Was glauben Sie, wie viel wir da zu moderieren haben“, sagt Christa Appelt.
Innere Souveränität statt Titel
Worauf es beim Partner ankommt, beschreibt sie klar: Frauen sollten prüfen, wie innerlich souverän ein Mann ist. Definiert er sich vor allem über Titel oder Einkommen? Kann er damit leben, wenn seine Partnerin sichtbarer, erfolgreicher und finanziell stärker ist? „Er muss ein stabiles Selbstbild von sich haben, er darf sich nicht in einen Vergleich begeben oder Neid und Konkurrenzdenken aufkommen lassen.“
Auch beim Alter rät Christa Appelt zu Offenheit. Einen jüngeren Partner sieht sie nicht automatisch als Lösung. Sie empfiehlt, den Altersrahmen nicht zu eng zu setzen und auch etwas ältere Männer in Betracht zu ziehen, die beziehungserfahren, realistisch und geerdet sind: „Eine erfolgreiche Frau hat schon oft ihr Glück mit einem älteren Partner gefunden, der seine Karriere bereits gemacht hat und ihr gerne den Rücken freihält. Oder er hat beim ersten Mal seine Karriere über die Familie gestellt, er weiß um die Fehler und möchte es jetzt anders machen.“
Drei Ratschläge für die Partnersuche
- Genau zuhören. Sätze wie „Ich helfe Dir gerne im Haushalt“ sind ein Warnsignal. Sagt ein Mann dagegen „Für mich ist es selbstverständlich, dass wir uns die Verantwortung teilen“, ist das ein gutes Zeichen.
- Raum für die Beziehung lassen. Prüfen Sie, ob in der angestrebten Lebensform überhaupt Raum für Be- und Anziehung, aber auch für Gegenseitigkeit bleibt. „Denn eine Beziehung braucht auch Präsenz.“
- Das Kopfkino abschalten. „Viele Frauen verrennen sich mit ihren exakten Vorstellungen, wie ein Mann auszusehen hat, wie groß er sein sollte und manchmal sogar, aus welcher Region er kommen darf.“
Neben Christa Appelt kommen im Dossier unter anderem Aufsichtsrätin Sigrid Nikutta sowie Outfittery-Gründerin Julia Bösch und ihr Partner Peer Soetebeer zu Wort – zwei Paare, in denen der Mann seiner Partnerin beruflich den Rücken freihält.
Das komplette Dossier lesen Sie ab Seite 28 der Ausgabe, die Sie HIER als PDF herunterladen können.
Ein herzliches Dankeschön an das STRIVE Magazine und Kira Brück für den spannenden Beitrag.
