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Weshalb es sich lohnt, die Initiative zu ergreifen…

Weshalb es sich lohnt, die Initiative zu ergreifen…

Sprechen Sie schon oder zögern Sie noch…? Die Abwandlung eines alten Werbespruchs passt nirgendwo besser als bei der Frage, wann Sie zuletzt jemanden angesprochen haben, den Sie attraktiv fanden. Die Partnervermittlung Christa Appelt startete eine Umfrage zu diesem Thema; und siehe da, satte 39% der Befragten gaben an: „Theoretisch ständig, praktisch nie.“

Das nennt man dann wohl typisch deutsche Verzagtheit. Denn anders als Italiener, Franzosen und sogar die vermeintlich kühlen Skandinavier geben wir uns in Flirt- und Annäherungsdingen betont zurückhaltend, ja geradezu schüchtern und verklemmt. Und bedienen einmal mehr das Klischee der „German Angst“, wo man die möglichen Konsequenzen seines unbedachten Tuns mindestens in Maßstäben der Apokalypse bemisst.

Statt zu träumen, lieber drauf losflirten!

Schließlich könnte die Person, der wir unsere aufrichtige Bewunderung ausdrücken wollen und damit unser Interesse gestehen, uns auslachen. Uns ohrfeigen. Verklagen. Oder im schlimmsten Fall gar stante pedes eine #metoo-Kampagne starten. Also versagen wir uns derartige Spontanhandlungen, die im gesellschaftlichen Kodex einer Art Impulskontrollstörung gleichkommen, doch lieber und ergehen uns stattdessen in schöner grauer Theorie. Begleitet von Tagträumereien im Konditional: Was wäre geschehen, wenn…? Hätte ich doch…! „Es ist im Leben doch meist bedauerlicher, Dinge nicht zu tun und ihnen hinterher zu trauern, als mal etwas zu wagen und an den daraus hervorgehenden Erfahrungen, guten wie schlechten, zu wachsen.“, so Christa Appelt. „Deshalb sollte man seinem Impuls ruhig mal nachgeben – egal, welche Konsequenzen sich daraus ergeben können.“

Liebeshelden & Liebesleid

Dass wir in Liebesdingen eher Theoretiker sind, ist größtenteils unserer (Kultur)Geschichte geschuldet. Und da vor allem den Literaten. Während der franko-hispano-italienische Kanon mit wahlweise feurigen oder passionierten Helden wie Don Juan, Giacomo Casanova, dem Marquis de Sade oder dem Vicomte de Valmont auftrumpft, kontern wir mit tragisch-passiven Männerfiguren wie Schillers Don Karlos, den zögernden Protagonisten Fontanes und natürlich mit Goethes unvermeidlichem, hoch unglücklichem Werther, den seine unerfüllte Liebe zu Lotte gar zum Suizid treibt. Wobei Goethe in Werther ein Stück weit sein Alter ego hat, denn auch Deutschlands wohl größter Dichter traute sich in Liebesdingen oftmals nicht weit genug vor  – was seine Beziehungen zu Charlotte Buff und Charlotte von Stein belegen, die er auktorial in Romanen und Briefen beschwor, im echten Leben aber nie vollzog. Überhaupt schwärmten viele deutsche Dichter und Denker oftmals lieber von der Liebe, als sie aktiv anzugehen und auszuleben.

Werden Sie zum Praktiker!

Hat uns das vielleicht mehr geprägt, als wir denken?! Falls ja, wäre es an der Zeit, mit der Tradition der Verzagtheit zu brechen und an einer originellen, erfrischenden, dabei aber stets eleganten Direktheit zu arbeiten. Denn überraschenderweise haben wir auch eine andere Angewohnheit der Dramatiker, Lyriker und Poeten übernommen: In schriftlicher Form fällt es uns offenkundig nicht so schwer, jemandem Avancen zu machen. Immerhin gaben in der Umfrage 15% an, zumindest online ab und an die Initiative zu ergreifen. „Das ist ein Fundament, auf dem man bauen kann; wenn es den Menschen jetzt noch gelingt, den Mut und die nötige Chuzpe vom Digitalen ins Analoge zu transponieren, dann wäre das ein erster Erfolg.“, so Christa Appelt.

Der Zauber der ersten Begegnung…

Höchste Zeit also, endlich mal wieder das Gespräch zu suchen. Ein Kompliment zu machen. Interesse zu zeigen. Charmant zu sein. Ohne den Schutz der digitalen Unsichtbarkeit, Anonymität und jeglichen Schutzwalls. Stattdessen live, in Farbe, ungefiltert und real. Mit allen Risiken – aber dafür auch mit allen Emotionen, Reaktionen, Perspektiven und Chancen in Echtzeit. Und der Magie der ersten Begegnung. Halten Sie es mit Shakespeares Helden – oder an die Damenwelt gerichtet: mit den selbstbewussten Heroinen von Jane Austen – um sich dem Objekt ihrer Begierde zu nähern. Aktiv zu werden. Souverän zu sein. Und wer weiß: Vielleicht verdanken Sie Ihrem neu entfachten Wagemut ja eines Tages, die Liebe Ihres Lebens gefunden zu haben…

 

Bildrechtenachweis:
© LDprod – Shutterstock

 

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